Franz Joseph Gall – Gründer der kuriosen „Schädellehre“- 1758

Franz Joseph Gall – Gründer der kuriosen „Schädellehre“- 1758

Am 9. März 1758 wurde in Deutschland Franz Joseph Gall, der Gründer der ungewöhnlichen Disziplin Phrenologie geboren. Heutzutage wird Phrenologie als Pseudodisziplin betrachtet, aber im 19. Jahrhundert war sie ziemlich populär.

Gall studierte Medizin und seine Karriere machte er in Wien, der Hauptstadt des damaligen Habsburgermonarchie. Er behauptete, dass bestimmte Teile menschlichen Gehirns, eine bestimmte Funktion haben. Seiner Meinung nach, könnte man das Wesen eines Menschen an dessen Kopfform ablesen. Anhaltspunkte für die Ausprägung der Organe ließen sich aus der äußeren Form des Schädels gewinnen. Seine Theorie nannte er Phrenologie (gr. phrenos = „Geist“, „Gemüt“, logos = „Lehre“). Zum Zwecke seiner Forschungen sammelte Franz Joseph Gall etwa 120 Schädel der gestorbenen Personen. So verschwanden die Schädel von Joseph Haydn und René Descartes.
Obwohl Gall beträchtliche Popularität und Ansehen gewann, verbot ihm Kaiser Franz II Vorlesungen zu halten und wurde letztlich aus Österreich ausgewiesen. Er zog nach Paris um, wo er seine Lehre wieder verbreiten konnte. Während der Französischen Revolution hatte er aber nicht viel Erfolg. Danach arbeitete er Praktiker am Landsitz von Napoleon Bonaparte bei Paris, wo er  1828 starb.

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