Der „letzte“ römische Kaiser Romulus Augustulus abgesetzt – Jahr 476

Der „letzte“ römische Kaiser Romulus Augustulus abgesetzt – Jahr 476

Es ist wenig bekannt, dass dieser Kaiser eigentlich ein Usurpator war.

Obwohl Romulus Augustulus oft als der letzte Kaiser des Weströmischen Reiches und das Jahr 476 als das Ende dieses Reiches angesehen wird, kann man in der Wirklichkeit auch ein anderes Bild von dem Ganzen bekommen. Der barbarische Feldherr Odoaker zwang Romulus Augustulus zur Abdankung, bzw. auf den Kaisertitel zu verzichten. Romulus Augustulus war eigentlich ein Usurpator, den sein Vater an die Macht brachte, und zwar anstatt des bisherigen Kaisers Julius Nepos. Julius verzichtete nie auf den Kaisertitel sondern floh in die Provinz Dalmatien und herrschte von dort in den Gebieten, wo ihm die Bewohner treu waren.

Odoaker beanspruchte den Kaisertitel nicht, vielmehr unterstellte er sich formal formal der Oberherrschaft von Julius Nepos. Deswegen kann man sagen, dass das Weströmische Reich auch nach dem Jahr 476 existierte. Der letzte römische Kaiser war eigentlich Julius Nepos, der wahrscheinlich im Diokletianspalast 480 umgebracht wurde. Das Weströmische Reich erlosch also in Split im heutigen Kroatien.

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