Neue Vorstellungen über die Geschichte von Reykjavik

Neue Vorstellungen über die Geschichte von Reykjavik

Es wurden Wikinger Häuser neuen Typus gefunden.

Archäologen haben nach Überresten von Hütten vom Ende des 18. Jahrhunderts gesucht. Zufällig haben sie im Zentrum von Reykjavik etwas gefunden, worauf sie gar nicht gehofft haben – Überreste von einem 20 Meter langen und 5,5 Meter breiten Wikinger Haus. Im Haus stand ein Kamin, der sogar fünf Meter lang war und ist einer der größten ausgegrabenen Kamine im Land.

Das entdeckte Haus wurde zwischen 870 und 930 erbaut und ist eines der ältesten auf der Insel. Auf der Fundstätte haben Archäologen Strickzeug, einen silbernen Ring und eine Perle gefunden. Neue Funde beweisen, dass Wikingersiedlungen größer waren als bisher angenommen und darin liegt die Bedeutung der Fundstätte. Häuser dieser Art hatten keine Schornsteine. Deswegen war es in solchen Häusern ziemlich laut und die Luft war die meiste Zeit sehr stickig. Die wichtigsten Möbelstücke waren Bänke (die auch als Betten verwendet werden), und in historischen Quellen sind auch Tische für verschiedene Feste erwähnt. Die Dächer waren aus Stroh oder Schindeln. Es ist nicht bekannt, wer im neu gefundenen Haus gelebt hat, aber die Anzahl der Bauernhöfe, welche in der Nähe lagen, unterstützt die Theorie, dass der Besitzer eine reiche Person gelebt hat. Normalerweise haben in solchen Häusern zwei oder mehr Familien gelebt, die oft da auch ihre Rinder gehalten haben. Solche Lebensweise hatte zwei Gründen. Einerseits konnten Wikinger leichter das Haus warm halten und andererseits wurden die Rinder besser geschützt.

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