Einführung von Terrormaßnahmen in Frankreich – 1793

Einführung von Terrormaßnahmen in Frankreich – 1793

„Wir müssen Terror einführen!“

Nach der Abschaffung der Monarchie und Ausrufung der Republik wurde der König zu einem bloßen Bürger. Von da an wurde er als „Bürger Ludwig Capet“ bezeichnet, wobei der Nachname von dem Namen der königlichen Dynastie abgeleitet wurde. Der König wurde vor Gericht gestellt, verurteilt und im Januar 1793 guillotiniert. Statt des Königs übernahm ein kollektives Organ namens Nationalkonvent, genauer gesagt sein Wohlfahrtsausschuss, die exekutive Macht. Dieser Ausschuss bekam diktatorische Befugnisse und führte Terror gegen die Andersdenkenden mit Hilfe eines als Revolutionstribunal benannten Gerichts durch. Man konnte gegen die Urteile dieses Gerichts keine Einsprüche erheben und mit der Zeit wurde es so organisiert, dass jedes Urteil automatisch das Todesurteil bedeutete.
Aus Angst vor einem Sieg der fremden Armeen, die die französische revolutionäre Republik niederschlagen wollten, brach in Frankreich Panik und Angst vor einheimischen Verrätern aus. Es bestand die reale Gefahr einer Invasion, wobei sich viele französische Adelige im Exil wegen der Hinrichtung des königlichen Paares und des Terrors für militärische Aktionen gegen Frankreich einsetzten.
An der Sitzung vom 5. September 1973 sagte der radikale Jakobiner und Mitglied des Wohlfahrtsausschusses Bertrand Barére, dass es ein Bedürfnis nach Terror gäbe, um die Gefahr vor Royalisten, gemäßigten Kräften und dem „konterrevolutionären Pack“ endgültig zu beseitigen. Der Terror kostete viele namhafte damalige Franzosen und mit der Zeit auch viele Revolutionäre das Leben. Bis zum Sommer 1794 verlor vielleicht sogar 50 000 Menschen ihr Leben, wobei die Periode zwischen dem 10. Juni und 27. Juli die schlimmste war.

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