Deutschland hatte ein Hong Kong auch – 1898

Deutschland hatte ein Hong Kong auch – 1898

Qingdao (Grüne Insel) ist eine Hafenstadt in der Provinz Shandong in der Volksrepublik China. Von 1898 bis 1919 gehörte die Stadt als Kolonie zum Deutschen Reich. Die Stadt war ein deutscher Kolonial-Handelsstützpunkt.
Am 6. März 1898 wurde zwischen China und Deutschland ein Pachtvertrag auf 99 Jahre unterzeichnet, wonach die Provinz unter deutscher Herrschaft kam. Aus dieser Zeit sind viele Bauten erhalten wie eine Brauerei, wofür Qingdao heute noch weltbekannt ist.
Die Fläche des “Schutzgebiets” betrug 55.200 ha und da lebten 83 000 Einwohner. Die Provinz lag an der Meeresküste ungefähr in der Mitte zwischen Peking und Shanghai. Das Gebiet nannten wurde Deutsch-Kiautschou-Gebiet genannt. Der erste Kapitän war Carl Rosendahl. Das Deutsche Reich investierte viel in die Entwicklung des Gebiets. Beispielsweise wurde die Bahn gebaut. Angeblich dauerte die Zugfahrt zwischen Deutschland und Kiautschoua nur 13 Tage. Dazu wurden das elektrische und telegraphische Netz aufgebaut sowie das Kanalisationssystem. Es ist interessant, dass gerade die Provinz am meisten Schulen pro Kopf und am meisten Studierenden im ganzen China hatte.
Nach dem Ersten Weltkrieg und entsprechend den Bestimmungen des Versailler Vertrages erfolgte die Rückgabe der Kolonie an China im Jahre 1922.

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